"GLAUBE BRAUCHT HEIMAT"
- Gegen eine heimatlose Kirche -


  • Im Erzbistum Paderborn werden die über 600 bestehenden Pfarreien bis zum 1. Advent 2026 in 21 Seelsorgeräume und anschließend in 21 neue Pfarreien für das gesamte Erzbistum aufgeteilt. Einzelne Seelsorgeräume umfassen bis zu 81 Pfarreien. Pfarreien desselben Seelsorgeraumes liegen bis zu 64 km auseinander. Die Zahl der Gläubigen liegt in einem der Seelsorgeräume bei über 122.000 Katholiken.

  • Nach päpstlichen und konziliaren Verlautbarungen sowie Kirchenrecht können zur Förderung der Seelsorge benachbarte Gemeinden zu Seelsorgeeinheiten zusammengeschlossen werden. Nähe und Erreichbarkeit müssen gewährleistet sein. Die neue Einheit soll gemeinsames Handeln zur Förderung der Seelsorge ermöglichen. Die vom Erzbischof angeordneten "Seelsorgeräume" erfüllen diese Voraussetzungen nicht. Monumentale und anonyme Zentralverbände drohen Seelsorge an der Basis zu ersticken - sie fördern diese nicht.

  • Menschen in den Pfarreien vor Ort verlieren hiermit ihre Nähe zu Gott, untereinander, zu den Menschen. Persönliche und räumliche Nähe ist jedoch immer Voraussetzung für Vertrautheit und Vertrauen, den Grundlagen für gedeihliches Glaubensleben,für geistliche Gemeinschaft im Namen Jesu Christi.

  • Zugleich wird Gläubigen Verantwortung für die Gemeinde sowie die Möglichkeit entzogen, sich in Seelsorge einzubringen. Es wird unausweichlich zur Flucht der Ehrenamtlichen aus der Gemeindearbeit kommen, zumal wenn Zusammenschlüsse unfreiwillig - gegen den Willen von bestehenden Pfarreien - erfolgen.

  • Gemeinde vor Ort ist ein tragender Grundpfeiler von Heimat, selbst wenn der Zeitgeist dagegen zu sprechen scheint. Wird ein solcher Ort ohne Not aufgegeben, nimmt man den Menschen Heimat - vor allem aber die Heilige Messe.

  • Kirche ist Zeichen und Ausdruck von Gottes Anwesenheit in der Welt, doch auch in der kleinen Welt der Gemeinde vor Ort will der Herr sich vergegenwärtigen. Verlassen wir diese Basis des Glaubens, verweisen wir den Herrn in die Anonymität von organisatorischen Großverbänden - und machen zugleich Kirche ein Stück heimatlos.

  • An Stelle dringend gebotener Subsidiarität und Synodalität erleben wir zur Zeit den Versuch des Erzbistums, "Macht" und "Kontrolle" auszubauen durch anonyme Großverbände, in denen die Pfarreien - und mit ihnen die Seelsorge untergehen. Monsterverbände, nur noch beherrschbar von "oben". Dem gilt es zu widerstehen - notfalls auch durch eine Klage an das zuständige Dikasterium in Rom.

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Initiative katholischer Christen
zur Förderung der Seelsorge
im Erzbistum Paderborn

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